Schwert und Schild: die neue Pokemon-Generation

Schon seit Monaten herrscht um die Spiele “Pokemon Schwert” und “Pokemon Schild” eine große Kontroverse. Angezettelt wurde sie durch die Verkündung des Entwicklerteams GameFreak, dass man zum ersten Mal in der Geschichte der Serie man nicht mehr alle der nun über 800 Taschenmonster in die neuesten Editionen transferieren kann. Dass ein paar Wochen vor Release die meisten Inhalte des Spiels durch Datamining geleakt wurden, war wie Öl für das Feuer. Nun sind am Freitag, den 15.11.2019, die Titel endlich offiziell erschienen, und auch diejenigen, die das Spiel lieber selbst erleben wollten als vorher die Informationen durchzusehen, können sich ihr eigenes Bild machen.

Nach einem kurzen Intro starten Schwert und Schild wie die vorherigen Titel der Reihe: Der Spieler und sein gleichaltriger Rivale machen sich bereit, ihr erstes Pokemon abzuholen und auf eine Reise zu gehen, um die Arenen der Galar-Region herauszufordern und der neue Champ zu werden. Nach der Inselwanderung von Alola in den letzten Pokemon-Editionen ist dies eine Rückkehr zum bewährten Liga-Prinzip, aber neu interpretiert. Gleichzeitig gilt es, das Geheimnis der legendären Pokemon Zacian und Zamazenta zu lösen, die sich in den Wäldern des Landes aufhalten.
Wodurch sich die Reise natürlich am meisten von allen vorherigen unterscheidet sind die brandneuen Pokemon und die brandneue Welt. Galar, ein an England und Großbrittanien angelehntes Phantasieland, überzeugt gleichermaßen mit idyllischen Dörfern, vielseitiger Natur und gewaltigen Großstädten. Bewohnt wird es von einer großen Bandbreite noch nie gesehener Taschenmonster, die ihre eigenen Attacken und Kampftechniken den Trainern zur Verfügung stellen. Trotz des Aussortierens einer hohen Zahl älterer Pokemon aus dem nationalen Pokedex, welches den Aufschrei der Fans ausgelöst hat, finden Spieler, die schon erfahren in der Serie sind, auch viele bekannte Gesichter unter den wilden Pokemon, sodass Anfänger und Profis gleichermaßen bedient sind.

Auch umstritten war die Abschaffung von Mega-Entwicklungen und Z-Attacken, welche die letzten beiden Generationen geprägt haben. Weichen mussten sie der Dynamaximierung, einer Kampftechnik, die es bisher nur in Galar gibt. Mit dieser können Pokemon an bestimmten Stellen des Spiels auf das Vielfache ihrer eigentlichen Größe anwachsen. In dieser Form haben sie für drei Runden mehr Kraftpunkte und besonders starke Attacken. Dies ist einerseits in Arenen, andererseits in der Naturzone möglich. Ausgewählte Pokemon der ersten und achten (also der neuen) Generation sind desweiteren zu einer Gigadynamaximierung fähig, bei der sie nicht nur wachsen, sondern auch eine neue Form annehmen und spezielle Kräfte erlangen.
Letztere ist das größte Gebiet des Spiels, in das man über den Verlauf der Handlung verteilt immer wieder zurückkehrt und mehr erkundet. Das Wildnisgebiet umgibt die Hauptstadt der Region, man findet dort Pokemon auf jedem Level (auch bedeutend höher als die Level des Spielers), Beeren, Items und Trainer. Man zahlt dort mit einer eigenen Währung namens Watt, die man durch Dynamax-Raidkämpfe verdient wird, bei denen man alleine oder mit Freunden gegen ein wildes Riesen-Pokemon antritt. Das Spiel hält einen nicht auf, sich Kämpfen in Abschnitten zu stellen, für die man mit dem aktuellen Spielfortschritt vielleicht nicht bereit ist, nur fangen kann man die überlevelten Pokemon nicht, um die Hauptstory nicht zu einfach zu machen.

Wer das Spiel im Erscheinungszeitraum kauft, bekommt einen Code für ein Mauzi, das zur Gigadynamaximierung fähig ist, gratis dazu. Auch wenn die Kritik an Grafik und Animationen teilweise berechtigt ist, können Pokemon Schwert und Schild mit ihrer liebevoll gestalteten Welt und dem bekannten Pokemon-Flair überzeugen. Wer Fan der Serie ist oder jetzt einsteigen möchte, kann diese Chance nutzen, die neuen Pokemon kennenzulernen.

Justin Löwe

Ich bin seit inzwischen neun Jahren als Jugendreporter unterwegs, stand schon mehrmals in der NOZ und möchte hier den Leuten mit möglichst hochwertigen Berichten die Interessen der jüngeren Generation näherbringen.

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